16.06.2026/had
Manchmal braucht es Geduld, Ausdauer und Menschen, die an eine Idee glauben. Unser Schulgarten ist dafür das beste Beispiel.
Seit zwei Jahren gehört der Garten direkt hinter unserer Schule zu uns. Doch wer einen blühenden Garten erwartete, fand zunächst etwas ganz anderes vor: Wildwuchs, überwucherte Flächen und eine Natur, die sich ihren Platz zurückerobert hatte. Der Schulgarten erinnerte vielerorts eher an einen kleinen Dschungel als an einen Ort des Lernens und gemeinsamen Gärtnerns.
In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Anläufe, diese Situation zu verändern. Doch die Aufgabe war groß und die Herausforderungen vielfältig. Umso schöner ist es, dass sich in den letzten zwei Wochen etwas bewegt hat.
Dank des außergewöhnlichen Engagements von Frau Henkel wurde aus einer Idee neues Leben. An den vergangenen beiden Freitagen trafen sich Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Unterstützerinnen und Unterstützer zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen. Mit Astscheren, Handschuhen, Schubkarren und vor allem mit viel Tatkraft wurde angepackt. Wo zuvor Gestrüpp dominierte, entstanden wieder Wege, Freiflächen und Perspektiven. Vor allem aber entstand etwas, das weit über die sichtbaren Veränderungen hinausgeht: das Gefühl, gemeinsam etwas schaffen zu können.
Die geleistete Arbeit hat die Grundlage für einen echten Neuanfang geschaffen. Zum ersten Mal können wir uns vorstellen, was hier in Zukunft wachsen wird – nicht nur Pflanzen, sondern auch Ideen, Erfahrungen und Gemeinschaft.
Besonders freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit der GemüseAckerdemie. Gemeinsam möchten wir den Schulgarten Schritt für Schritt zu einem Ort entwickeln, der fest in unserem Schulleben verankert ist.
Unsere Hoffnung ist ein Garten, der Kindern und Jugendlichen die Natur mit allen Sinnen näherbringt. Ein Ort, an dem gesät, gepflegt, geerntet und gestaunt wird. Ein Ort, an dem Unterricht nicht nur im Klassenraum stattfindet, sondern mitten im Leben. Hier können Zusammenhänge entdeckt, Verantwortung übernommen und nachhaltiges Handeln erlebt werden.
Gleichzeitig soll unser Schulgarten ein Raum zum Durchatmen sein – ein Ort für Beobachtungen, für Ruhe und für das bewusste Wahrnehmen der kleinen Wunder, die die Natur jeden Tag bereithält. Ein Ort, an dem Lernen, Erleben und Innehalten zusammenfinden.
Noch liegt ein Weg vor uns. Doch die ersten wichtigen Schritte sind getan. Dafür sind wir sehr dankbar und voller Vorfreude auf alles, was kommen wird.
Ein herzliches Dankeschön
Ein besonderer Dank gilt Frau Henkel. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz, ihrer Begeisterung und ihrem festen Glauben an das Potenzial dieses Ortes hat sie den entscheidenden Anstoß für diesen Neuanfang gegeben. Sie investiert nicht nur Zeit und Energie, sondern vor allem Herzblut in dieses Projekt. Ebenso bedanken wir uns von Herzen bei allen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Helferinnen und Helfern, die ihre Zeit geschenkt und mit angepackt haben. Jeder Handgriff, jede Schubkarre und jede Stunde Arbeit haben dazu beigetragen, diesen Traum ein Stück näher an die Wirklichkeit zu bringen.
Gemeinsam haben wir nicht nur einen Garten freigelegt – wir haben den Grundstein für einen Ort gelegt, der wachsen, blühen und unsere Schule über viele Jahre bereichern kann.



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